Tag 163 auf der 👉 YOLO – Doppelrot, Steinpilze und ein Abschied von der SILENCIO

 

Tag 163 auf der 👉 YOLO – Doppelrot, Steinpilze und ein Abschied von der SILENCIO

Ein stiller Morgen im Menowsee, Nebel über dem Wasser und gerade einmal acht Grad im Boot. Später stehen wir zwei Stunden vor einer Schleuse mit Doppelrot, treffen alte Bekannte wieder und genießen Steinpilze auf italienische Art. Am Abend gibt es dann ein Wiedersehen, auf das wir uns gefreut haben – und gleichzeitig einen Abschied, den wir eigentlich noch gar nicht haben wollen. Unser letztes Treffen mit der SILENCIO in dieser Saison. ⚓❤️

⚓ Key Facts

⚓ Tag 163: Menowsee → Schleuse Steinhavel → Röblinsee → Wartestelle Steinhavel
⚓ Tage: 163 / 170
⚓ Noch 7 Tage bis zum Auskranen 🥲
⚓ Törn bisher: 79 Ziele 🛥️
⚓ Kilometer gesamt: 1.295 km 🌊
⚓ Fahrzeit gesamt: 183 Std. 39 Min. ⏱️
⚓ Schleusen gesamt: 52 ⚓
⚓ Brücken gesamt: 10 🌉
⚓ Hafentage: 60 – 36,8 % der Reisetage 🏡⚓
🚦 Besonderheit: Doppelrot an der Schleuse Steinhavel
🍄 Bordküche: Steinpilze auf italienische Art
❤️ Treffen: ein letztes Mal in dieser Saison mit der SILENCIO

🌫️ Acht Grad und Nebel über dem Menowsee

Wir hatten eine wunderbar ruhige Nacht hier im Menowsee.

Um 7:00 Uhr ist der Kaffee fertig.



Draußen kündigt sich ein schöner Tag an. Die Sonne beginnt langsam durchzukommen und über dem See liegt noch der Nebel.

So ein Morgen, bei dem man eigentlich einfach sitzen bleiben und hinausschauen möchte.

Allerdings zeigt das Thermometer im Boot:

8 Grad. 🥶

Okay.

Heizung an!

Dann sitzen wir zusammen beim Kaffee und genießen den Blick auf den See.

Ich schreibe unseren Blog und Birgit telefoniert mit unserer Tochter Mareen in München.

Seit dort die Schule wieder angefangen hat, gehört das inzwischen fast zu unserer Morgenroutine.

Kaffee.

Blog.

Familienfunk.

So beginnt mittlerweile ein ganz normaler Morgen auf der YOLO. ☕⚓

⚓ Auf zur Schleuse Steinhavel

Gegen 9:00 Uhr machen wir uns abfahrbereit.


Unser nächstes Ziel ist zunächst die Schleuse Steinhavel.

Schon unterwegs meldet sich mein Co. Captain.

Eine ELWIS-Meldung weist darauf hin, dass es an der Schleuse zu Verzögerungen kommt.

Dort wird an den Antrieben der Schleusentore gearbeitet.

Na gut.

Mal sehen.

Als wir gegen 10:00 Uhr ankommen, sind wir das erste Boot an der Wartestelle und machen fest.

Ein Blick auf die Ampel genügt.

Doppelrot. 🔴🔴

Außer Betrieb.

Also:

Warten.

🚦 Zwei Stunden Schleusenkino

Nach und nach füllt sich die Wartestelle.

Ein Boot kommt.

Noch eins.

Und noch eins.

Bis zum Mittag ist ordentlich Betrieb.

Aber genau das ist ja manchmal das Schöne an solchen Wartezeiten.

Man kommt mit den Leuten ins Gespräch.

Wo kommt ihr her?

Wo wollt ihr hin?

Wie lange seid ihr schon unterwegs?

Und ehe man sich versieht, sind wieder irgendwelche Bootsgeschichten im Umlauf.

Gegen 12:00 Uhr kommt endlich Bewegung in die Sache.

Es geht weiter!

Zusammen mit der Weißen Flotte fahren wir in die Schleuse ein.

Dann geht es zügig abwärts.

Schleuse Nummer 52 unserer Saison. ⚓

👋 Die Münchener sind auch wieder da

An der unteren Wartestelle entdecken wir plötzlich bekannte Gesichter.

Die Münchener!

Das Paar, das wir bei Boot & Mehr kennengelernt hatten.

Sie rufen zu uns herüber, dass unsere Restaurantempfehlung gut gewesen sei.

Na bitte!

YOLO-Reiseführer funktioniert. 😂

Wir winken uns noch zu und fahren weiter.

Unser Ziel ist jetzt der Röblinsee.


Die WaschPo kontrolliert ein Hausboot.


Anker runter.

Motor aus.

Erst einmal Pause.

Von unserem Platz aus können wir wunderbar beobachten, welche Schiffe zur Schleuse fahren und welche aus ihr herauskommen.

Bestes Hafenkino.

Nur eben vor Anker.

🍄 Steinpilze auf italienische Art

Zum Mittag nimmt sich Birgit die restlichen Pilze von gestern vor.

Sie hat ein Rezept entdeckt, das sie ausprobieren möchte:








Steinpilze auf italienische Art. 🇮🇹🍄

Und was soll ich sagen?

Lecker!

So lecker, dass die Entscheidung direkt fällt:

Ab jetzt machen wir Steinpilze immer so.

Da haben die vielen Kilometer durch den Wald doch wieder etwas Gutes. 😄

📡 Da ist sie!

Gegen 16:00 Uhr schaue ich aufs AIS.

Und da entdecke ich sie.

Die 👉 SILENCIO. ❤️

Sie liegt tatsächlich an der Stelle, die wir miteinander verabredet hatten – im Unterwasser der Schleuse Steinhavel.

Kurzes Telefonat mit Christian.

Die beiden wollen zunächst noch mit Jack eine Runde gehen.

Perfekt.

Dann machen auch wir uns fertig.

Wir fahren mit der YOLO hinüber zur Wartestelle und legen uns direkt hinter die SILENCIO.




Da liegen sie wieder zusammen: YOLO und SILENCIO. ⚓❤️⚓

🍄 Natürlich kommen die mit Pilzen zurück

Irgendwann kommen Edith und Christian von ihrer Runde mit Jack zurück.

Und natürlich waren sie nicht einfach nur spazieren.

Sie haben nebenbei Steinpilze gefunden. 😂🍄

Was auch sonst.

Offenbar kann man sich in diesem Herbst hier kaum noch bewegen, ohne über einen Steinpilz zu stolpern.

Dann sitzen wir zusammen.

Reden.

Lachen.

Erzählen.

Wie schon so oft in dieser Saison.

Und irgendwann merkt man:

Heute ist es ein bisschen anders.

❤️ Das letzte Treffen dieser Saison

Die SILENCIO wird morgen früh gegen 7:00 Uhr weiterfahren.

Edith und Christian bringen ihr Schiff zur Werft in die Niederlande.

Und damit ist klar:

Das war unser letztes Treffen in dieser Saison.

Ein komisches Gefühl.

Wir haben uns unterwegs immer wieder getroffen.

Mal geplant.

Mal zufällig.

Immer gab es etwas zu erzählen.

Über Boote.

Navigation.

Häfen.

Technik.

Pilze natürlich.

Und über all die kleinen und großen Dinge, die so eine lange Saison auf dem Wasser ausmachen.

Jedes dieser Treffen war schön.

Und vielleicht merkt man erst beim letzten, wie sehr sie eigentlich zu unserer eigenen Reise dazugehört haben.

Irgendwann wird es Zeit, den Abend zu beenden.

Wir verabschieden uns von Edith und Christian und gehen die paar Schritte zurück auf unsere YOLO, denn beide Schiffe liegen gemeinsam an der Wartestelle.

Nur ein paar Meter trennen uns heute Nacht.

Und trotzdem fühlt es sich schon ein bisschen nach Abschied an.

Gerne würden wir morgen früh einfach zusammen mit ihnen die Leinen loswerfen und die Reise Richtung Niederlande fortsetzen.

Noch ein paar Schleusen.

Noch ein paar gemeinsame Abende.

Noch ein Stück zusammen weiter.

Aber unsere Wege trennen sich hier.

Für diese Saison jedenfalls.

Bye-bye, SILENCIO. ❤️⚓

Edith, Christian und natürlich Jack – gute Reise in die Niederlande!

Und danke für die vielen schönen gemeinsamen Stunden in dieser Saison.

Heute Nacht liegen YOLO und SILENCIO noch einmal Seite an Seite an der Steinhavel.

Morgen früh fährt die eine weiter.

Und die andere bleibt zurück.

Ein bisschen traurig sind wir schon. ❤️

🛒 Morgen: Fürstenberg

Morgen geht es für uns weiter nach Fürstenberg.

Für die letzten Tage müssen wir noch einmal proviantieren.

Die Vorräte werden dünner.

Die angebrochenen Packungen verschwinden nach und nach.

Und der Kalender macht leider dasselbe mit unseren verbleibenden Tagen.

Noch sieben.

Aber die haben wir noch.

Und die werden genutzt. 😎⚓

Poetische Fußnote

Der Nebel zog leise, die Schleuse stand still,
zwei Stunden gewartet – weil Technik es will. 🚦
Am Abend zwei Schiffe, Geschichten und Zeit,
doch morgens heißt es schon wieder: bereit.
Die SILENCIO zieht weiter, die YOLO bleibt hier,
doch viele Erinnerungen fahren mit ihr. ❤️⚓

👉 YOLO – manche Wege trennen sich am Steg, aber ihre Geschichten fahren noch lange gemeinsam weiter.

😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO: Diesmal fällt die Fußnote etwas schwerer. Gute Reise, Edith, Christian und Jack – wir sehen uns wieder.*

Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓

👉 YOLO – unsere Homepage
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* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.

"you only live once"

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