Tag 162 auf der 👉 YOLO – Abschied von Adamswalde, Ringelnatter und Steinpilz-Gnocchi

 

Tag 162 auf der 👉 YOLO – Abschied von Adamswalde, Ringelnatter und Steinpilz-Gnocchi

Heute heißt es Abschied nehmen von unserer Lieblingsbucht in Adamswalde. Bei schönstem Sonnenschein geht es durch die Schleuse Strasen in den Menowsee. Der Co. Captain darf unterwegs zeigen, was er inzwischen kann, zwei Fischbrötchen sorgen für das Mittagessen und im Wald geraten wir wieder einmal in den Sammelmodus. Dazu eine Ringelnatter, ein knapp verpasstes Treffen mit Sabine und Winfried und am Abend eine neue Kreation aus der YOLO-Bordküche. Eigentlich ein Fahrtag – geworden ist daraus wieder ein richtig schöner YOLO-Tag. ⚓🍄

⚓ Key Facts

⚓ Tag 162: Adamswalde → Menowsee
⚓ Tage: 162 / 170
⚓ Noch 8 Tage bis zum Auskranen 🥲
⚓ Törn bisher: 77 Ziele 🛥️
⚓ Kilometer gesamt: 1.291 km 🌊
⚓ Fahrzeit gesamt: 182 Std. 45 Min. ⏱️
⚓ Schleusen gesamt: 51 ⚓
⚓ Brücken gesamt: 10 🌉
⚓ Hafentage: 60 – 37,0 % der Reisetage 🏡⚓
⚓ Heute: 14 km • 2 Std. 04 Min. • 1 Schleuse
🍄 Landgang: fast 10 km Pilztour
🐍 Tier des Tages: Ringelnatter
🍽️ Bordküche: Gnocchi mit Steinpilzen und frischer Chorizo

☀️ Abschied von unserer Lieblingsbucht

7:00 Uhr. Raus aus der Koje.

Birgit macht inzwischen wie selbstverständlich den Kaffee.

Ich habe den Kampf um die Bialetti offenbar endgültig verloren. 😂☕

Draußen scheint bereits die Sonne.

Und trotzdem liegt heute ein bisschen Wehmut über dem Morgen.

Wir verlassen unsere Lieblingsbucht in Adamswalde.



Hier haben wir wunderschön gelegen, sind durch die Wälder gezogen und haben vermutlich mehr Steinpilze gefunden, als wir vor ein paar Wochen noch für möglich gehalten hätten.

Aber heute geht es weiter.

Unser Ziel ist der Menowsee.

Also machen wir die YOLO abfahrbereit.

Ich befreie sie vom Morgentau, während Birgit den Sonnenschutz von den Fenstern nimmt.

Danach kommt der eMotor von der RubberYolo und wird wieder sicher in der Achterkabine verstaut.

Dann mein Maschinen-Abfahrtscheck unter Deck.

Alles passt.

Maschine an.

Jetzt fehlt nur noch der Anker.

⚓ Anker hoch – mit unerwünschter Beute

Der Anker kommt erstaunlich sauber nach oben.

Fast.

Denn daran hängt eine Plastiktüte mit Angelschnur.

Na wunderbar.

Birgit holt die Schere und gemeinsam befreien wir den Anker von dem Zeug.

Die Tüte samt Angelschnur landet natürlich nicht wieder im See, sondern in unserem Müllsack.

Wenn der See uns seinen Müll schon freiwillig hochreicht, nehmen wir ihn eben mit. 😉

Dann geht es langsam Richtung Schleuse Strasen.


Wie war.

An der Wartestelle liegt lediglich ein kleines Boot.

📲 Der Co. Captain übernimmt

Und jetzt macht mein Co. Captain etwas, das mir richtig gut gefällt.

Er erkennt die Schleusenbrücke und öffnet selbstständig die Bauwerksinformation.

Die Durchfahrtshöhe wird mit unserer hinterlegten Bootshöhe abgeglichen.

Alles grün. 🟢

Genau dafür baue ich den Co. Captain.

Nicht erst suchen.

Nicht durch irgendwelche Menüs tippen.

Wir nähern uns einem Bauwerk – und die Information, die wir brauchen, ist einfach da.

Der Schleusengang selbst läuft anschließend genauso unkompliziert.

Zügig rein.

Zügig durch.

Und damit steht in unserer Saisonstatistik jetzt:

Schleuse Nummer 51. ⚓

🐟 Müll weg – Fischbrötchen her

Direkt im Unterwasser legen wir noch einmal kurz an.

Dort steht eine Mülltonne der Seefischerei.

Birgit übernimmt.

Müllsack weg.

Und wenn sie schon einmal dort ist, kommt sie nicht mit leeren Händen zurück.

Zwei Fischbrötchen. 😋

Das nenne ich einen erfolgreichen Landgang.

🚤 Kurs Menowsee

Wir fahren weiter.

Vorbei an Priepert, durch den Ellbogensee und den Ziernsee.

Vor der Schleuse Steinhavel drehen wir ab und fahren in den Menowsee.

Ganz im Süden befindet sich eine Badestelle.

Das gefällt uns.

Also suchen wir uns unseren Platz und lassen den Anker fallen.

Ziel Nummer 77 unserer Saison ist erreicht. ⚓

Und jetzt ist Mittag.

Sonne.

See.

YOLO.

Und zwei Fischbrötchen.

Manchmal braucht es wirklich nicht mehr.

🍄 Nur ein paar Pilze …

Nach dem Essen kommt der eMotor wieder an die RubberYolo.

Wir fahren hinüber zum Strand.


Ein bisschen laufen.

Und vielleicht ein paar Pilze sammeln.



Dieser Satz hat bei uns inzwischen ungefähr denselben Wahrheitsgehalt wie:



„Wir gucken nur mal kurz.“ 😂

Wir laufen in den Wald.

Und diesmal bin tatsächlich ich der Erste.

Steinpilz! 🍄

Ein richtig schöner.

Ha!

Das muss natürlich erwähnt werden.

Birgit lässt sich davon allerdings nicht lange beeindrucken.

Kurz darauf findet sie:



eins, zwei, drei.

Drei schöne Exemplare.

Und dann passiert, was passieren musste.

Birgit ist im Sammelmodus.

Von jetzt an gibt es kein Halten mehr.

Pilz um Pilz wandert in den Beutel.

🐍 „Eine Schlange!“

Plötzlich höre ich Birgit schreien:




„Eine Schlange!“

Und tatsächlich.

In der Sonne liegt eine Ringelnatter. 🐍

Ich mache noch schnell ein Foto und gehe anschließend langsam wieder zurück auf den Weg.

Die Ringelnatter ist nicht giftig.

Trotzdem muss ich ihr nicht unbedingt erklären, dass wir eigentlich nur wegen der Steinpilze hier sind. 😄

Also lassen wir sie in Ruhe und setzen unsere Pilztour fort.

🍄 Fast zehn Kilometer und reiche Beute



Am Ende zeigt unsere Runde fast zehn Kilometer.

Und die Beutel?

Die sind wieder ordentlich gefüllt.

Wir haben:



Steinpilze, Birkenpilze, Hexenröhrlinge, Rotfußröhrlinge – und tatsächlich einen einzelnen Pfifferling.

Der Pfifferling muss sich vermutlich gedacht haben:

Wenn hier alle mitmachen, komme ich eben auch noch mit. 😂

Eine richtig schöne Ausbeute.

📱 Da fährt doch die YOLO vorbei!

Unterwegs kommt plötzlich eine WhatsApp von Sabine und Winfried.

Mit einem Foto.

Darauf:



unsere YOLO!

Die beiden sind auf dem Weg nach Hennigsdorf und haben uns auf ihrem Weg zur Schleuse Steinhavel entdeckt.

Ich schreibe sofort zurück:

Kommt zu uns und legt euch Steuerbord ins Päckchen!

Aber zu spät.

Sie sind bereits durch die Schleuse.

Schade.

Denn das wäre noch einmal ein richtig schönes Treffen zum Saisonende geworden.

Und ich hätte da schon einen Plan gehabt.

Winfried ist gelernter Küchenmeister und Profikoch.

Mit unserer heutigen Steinpilzausbeute hätte ich nur zu gerne mit ihm gemeinsam ein Steinpilzrisotto gekocht.

Das wäre bestimmt lustig – und wahrscheinlich ziemlich lecker – geworden.

Aber vielleicht klappt es ja doch noch.

Die beiden wollen noch in die Lychener Gewässer, wir wollen Richtung Himmelpfort.

Vielleicht kreuzen sich unsere Wege noch einmal am Stolpsee.

Die Saison ist schließlich noch nicht ganz vorbei.

🍽️ Dann kochen wir eben selbst

Also muss die YOLO-Bordküche heute ohne Profikoch auskommen.

Es gibt:

Gnocchi mit Steinpilzen.

Speck haben wir keinen mehr an Bord.

Aber wir haben noch eine frische Chorizo.

Also wird improvisiert.

Ich nehme die Chorizo auseinander und brate kleine Stücke davon zusammen mit Zwiebeln und unseren frischen Steinpilzen an.

Dazu:

Pfeffer.

Salz.

Etwas Kochwasser von den Gnocchi.

Und zum Schluss geriebener Parmesan.

Dann kommen die Gnocchi dazu.

Was für eine Kombination!

Steinpilze und die würzige Chorizo passen richtig gut zusammen.

Dazu ein Glas kalter Weißwein. 🥂

Super lecker.

Manchmal entstehen die besten Gerichte eben dann, wenn das, was man eigentlich verwenden wollte, gar nicht mehr an Bord ist.

🌅 Der Menowsee wird still

Langsam kommt der Abend.



Der See wird immer ruhiger.

Der Wind schläft ein.

Die YOLO liegt still vor Anker.

Wieder so ein Moment, in dem man einfach nur hinausschaut und denkt:

Genau deshalb machen wir das. ❤️⚓

Und gleichzeitig läuft der Countdown.

Noch acht Tage.

Nein.

Darüber denke ich heute Abend lieber nicht weiter nach.

⚓ Morgen: Röblinsee und SILENCIO

Morgen fahren wir durch die Schleuse Steinhavel.

Danach wollen wir uns westlich in den Röblinsee legen.

Natürlich werden wir noch einmal an Land gehen.

Und natürlich könnte es dabei passieren, dass wir uns die Zeit mit dem Sammeln von Steinpilzen vertreiben. 🍄😂

Aber morgen gibt es noch etwas, auf das wir uns besonders freuen.

Die 👉 SILENCIO ist auf dem Weg in die Niederlande und Edith und Christian wollen im Unterwasser der Schleuse Steinhavel festmachen.

Dort wollen wir uns treffen.

Darauf freuen wir uns. ❤️

Die Saison neigt sich langsam ihrem Ende entgegen.

Vielleicht sind es gerade deshalb diese Begegnungen, die jetzt noch einmal besonders wertvoll werden.

Poetische Fußnote

Adamswalde achtern, der Menowsee voraus,
Steinpilze im Beutel, die Sonne kommt raus. 🍄☀️
Ein Freund fährt vorbei, eine Schlange liegt still,
der Herbst schenkt uns Tage, von denen man mehr will.
Noch acht bleiben uns – drum zählt jeder Moment,
bevor irgendwann wieder der Kranhaken hängt. ⚓❤️

👉 YOLO – noch sind wir unterwegs. Und genau das zählt.

😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – morgen sehen wir uns hoffentlich an der Steinhavel.*

Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓

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* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.

"you only live once"

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