Tag 150 auf der 👉 YOLO – eine Schramme auf der Seele und Gambas in Pernod
Tag 150 auf der 👉 YOLO – eine Schramme auf der Seele und Gambas in Pernod
150 Tage auf der YOLO. Und ausgerechnet heute passiert etwas, das mich mehr beschäftigt als Wind, Welle oder Technik: Beim Anlegen bekommt die YOLO eine Schramme. Klein vielleicht – aber für mich fühlt sie sich überhaupt nicht klein an.
Zum Glück gibt es danach genug Ablenkung: Waschtag mit der SILENCIO, Vorbereitungen in der Kombüse und am Abend ein gemeinsames Live-Cooking mit ordentlich Feuer in der Pfanne. 🔥🦐⚓
⚓ Key Facts
⚓ Tag 150: Seglerhafen Röbel
⚓ Tage: 150 / 180
⚓ Törn bisher: 72 Ziele 🛥️
⚓ Schleusen gesamt: 47 ⚓
⚓ Brücken gesamt: 10 🌉
⚓ Hafentage bisher: 58 🏡⚓ (38,7 % der Reisetage)
⚓ Besonderheiten: vom Ankerplatz in den Seglerhafen verlegt ⚓, kleine Schramme beim Anlegen 😢, vier Maschinen Wäsche 🧺, gemeinsames Dinner mit Edith und Christian ❤️, Live-Cooking 🔥, Gambas in Pernod 🦐 und langer gemeinsamer Abend bis Mitternacht.
Als ich am Morgen aufstehe, sehe ich gerade noch, wie die 👉 SILENCIO aus der Bucht fährt.
Christian und Edith verlegen sich schon hinüber zum Seglerhafen.
Ich?
Erst einmal Kaffee. ☕
Dann anziehen.
Kurz darauf kommt eine Nachricht von Christian:
Am Steg ist alles frei.
Das ist unser Signal.
Jetzt können auch wir den Anker liften und hinüberfahren.
⚓ Eigentlich ein ganz normales Anlegemanöver
Anker hoch.
Maschine an.
Und die 👉 YOLO fährt die kurze Strecke zum Seglerhafen.
Ich möchte mit der Steuerbordseite anlegen.
Beim Anfahren muss ich einige Male vorwärts und rückwärts einkuppeln.
Alles eigentlich völlig normal.
Dann werden die Leinen übergeben.
Und genau in diesem Moment passiert es.
Ich merke nicht, dass der Vorwärtsgang noch eingekuppelt ist.
Das Ruder steht dabei voll zum Steg.
Die 👉 YOLO dampft in die Vorspring ein.
Das Heck dreht nach Backbord heraus.
Und dabei berührt der Bugbereich den Steg.
Eine leichte Schramme im Lack.
Mist.
😢 Jede Schramme an der YOLO ist auch eine auf meiner Seele
Ich bin total geknickt.
Richtig fertig.
Andere würden sich die Stelle wahrscheinlich anschauen und sagen:
„Ist doch nur eine Schramme.“
Für mich ist das anders.
Jede Schramme an der YOLO ist auch eine Schramme auf meiner Seele.
Ich ärgere mich nicht über den Steg.
Nicht über den Wind.
Nicht über irgendjemand anderen.
Ich ärgere mich über mich selbst.
Ein kurzer Moment.
Ein Gang noch drin.
Und schon ist es passiert.
Ich hoffe jetzt, dass wir nach dem Auskranen in Wesenberg jemanden finden, der uns das fachgerecht wieder richtet.
Mit einfachem Polieren wird es diesmal wohl nicht getan sein.
Aber jetzt liegt die YOLO erst einmal sicher am Steg.
Und ich muss irgendwie wieder runterkommen.
🧺 Waschtag bei YOLO und SILENCIO
Birgit verliert keine Zeit.
Waschtag! 🧺
Edith ist schon einen Schritt weiter.
Ihre erste Maschine ist bereits fertig und die Wäsche hängt auf einem Wäscheständer auf dem Vordeck der 👉 SILENCIO.
Bei uns beginnt jetzt ebenfalls die Waschstraße.
Am Ende schafft Birgit:
vier Maschinen.
Das sollte erst einmal reichen. 😄
Während die Damen ihre Wäschelogistik betreiben, suche ich mir eine Beschäftigung.
Und die finde ich in der Kombüse.
Heute Abend kommen Edith und Christian zu uns.
Also:
Dinner vorbereiten. 🦐🔥
🔪 Küchenarbeit gegen den Morgenschock
Ich schneide Knoblauch.
Dann Ingwer.
Einen Teil des Ingwers reibe ich zusätzlich fein durch die Reibe.
Frischen Rosmarin hacke ich sehr fein.
Dann kommen die Gambas dran.
Entdarmen.
Sauber vorbereiten.
Und anschließend wieder zurück in den Kühlschrank.
Heute gibt es nämlich eine meiner liebsten Sauereien:
🦐 Gambas in Pernod
So langsam merke ich, dass die Küchenarbeit hilft.
Der Ärger über die Schramme ist natürlich noch da.
Aber der Kopf beschäftigt sich jetzt mit Knoblauch, Ingwer, Rosmarin und Gambas.
Manchmal ist Kochen eben auch Therapie. 😄
🥖 Noch schnell nach Röbel
Nachdem Birgit ihre vier Maschinen durch hat, laufen wir noch einmal nach Röbel.
Wir brauchen für den Abend:
frisches Baguette und Ciabatta. 🥖
Das gehört schließlich dazu.
Danach zurück zur 👉 YOLO.
Jetzt kann der Abend kommen.
❤️ SILENCIO zu Gast auf der YOLO
Gegen 17:00 Uhr kommen Edith und Christian zu uns herüber.
Gestern waren wir auf der 👉 SILENCIO.
Heute wird auf der 👉 YOLO gegessen.
Und diesmal gibt es keine fertig vorbereitete Pfanne.
Heute gibt es:
Live-Cooking. 🔥
Die Gambas kommen in die Pfanne.
Knoblauch.
Ingwer.
Rosmarin.
Alles beginnt zu duften.
Und dann kommt der Moment, auf den wir warten.
Pernod dazu.
Und:
Feuer! 🔥🦐
Die Pfanne flammt auf.
Genau dieser Effekt gehört für mich zu diesem Gericht dazu.
Kurz darauf steht die heiße Pfanne mitten auf dem Tisch.
Baguette und Ciabatta daneben.
Dazu ein trockener Weißwein. 🍷
Und dann geht’s los.
🍷 Ein Abend, der wieder länger wird
Wir essen.
Wir reden.
Wir lachen.
Natürlich geht es wieder um Boote.
Technik.
Unsere Saison.
Erlebnisse der vergangenen Monate.
Und ganz sicher auch um das, was wir in der nächsten Saison gemeinsam oder getrennt noch erleben wollen.
Die Zeit vergeht.
Wie gestern.
Und irgendwann ist es schon wieder:
Mitternacht. 🌙
Dann ist Schluss.
Ein langer, schöner Abend mit Freunden.
Und tatsächlich:
Die Schramme vom Morgen ist zwar noch da.
Aber sie beherrscht nicht mehr den ganzen Tag.
Ausblick
Morgen verlassen wir den Seglerhafen wieder.
Wir verlegen uns zurück in den Röbeler Stadtsee.
Anker raus.
Ruhe.
Und dann kann ich dort in aller Gelassenheit:
meine Wunden lecken. 👅😂
Vielleicht sieht die Schramme morgen schon halb so schlimm aus.
Und wenn nicht:
Wesenberg kommt.
Die YOLO wird ausgekrant.
Und dann wird sie wieder schön gemacht.
Poetische Fußnote
Ein falscher Gang, ein kurzer Schreck,
schon trägt die YOLO einen kleinen Fleck.
Doch Freunde, Gambas und Pernod im Schein, 🔥
lassen selbst Schrammen etwas kleiner sein. ❤️
👉 YOLO – Lack kann man reparieren, einen schönen Abend muss man erleben. 😎⚓
😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.*
Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!
Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓
👉 YOLO – unsere Homepage
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👉 Footprints 2026
👉 YOLO Co. Captain
* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.
"you only live once"



Hallo Ihr Lieben, das war vielleicht ein kulinarischer Abend, sehr sehr lecker, vielen Dank nochmal dafür. Und wir haben uns wieder richtig gut unterhalten mit vielen lustigen und auch mal tiefergehenden Gesprächen. LG von Euren Nachbarn auf dem Wasser 😀
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