Tag 140 auf der 👉 YOLO – Waldwege, Aussicht am Plauer See und Erwartungen, die keiner braucht

 

Tag 140 auf der 👉 YOLO – Waldwege, Aussicht am Plauer See und Erwartungen, die keiner braucht

Eine ruhige Nacht in unserer Bucht bei Bad Stuer. Heute bleibt die 👉 YOLO vor Anker und wir tauschen Wasserstraße gegen Waldwege. 🥾🌲 Am Ende stehen ein schöner Ausflug, Schwimmen, ein kleines Gewitter und ein Abendessen, für das man eigentlich kein Restaurant mehr braucht.

Nur zwischendurch meldet sich plötzlich die Verwandtschaft nach rund zwanzig Jahren – und erinnert uns daran, dass Erwartungen manchmal mehr Unruhe machen als jedes Gewitter.

⚓ Key Facts

Tag 140: Ankertag Bad Stuer / Plauer See
Tage: 140 / 180
Törn bisher: 70 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 1.169 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 165 Std. 55 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 47 ⚓
Brücken gesamt: 9 🌉
Hafentage bisher: 52 🏡⚓ (37,1 % der Reisetage)
Besonderheiten: Wanderung Richtung Plau 🥾, Dresenower Mühle, BEECH Resort Plauer See, alkoholfreies Erdinger mit Seeblick 🍺, Hafeninfos für einen möglichen Restaurantbesuch gesammelt ⚓, Schwimmen an der YOLO 🏊, unerwartete Familiennachricht 📱, Gewitter pünktlich um 17:00 Uhr ⛈️ und Steinpilzrisotto mit Bio-Lammlachs 🍄🥩.

Die Nacht in unserer Bucht bei Bad Stuer war herrlich ruhig.


Genau das hatten wir nach den vielen Häfen und Schleusen auch gebraucht.

Heute Morgen ist Birgit schneller als ich.

Sie kocht den Kaffee. ☕

Ich schreibe währenddessen den Blog.

Birgit ist längst fertig.

Ich?

Ich trödele noch so rum. 😄

Das gefällt ihr offensichtlich nicht besonders.

Denn heute steht fest:

Wir gehen laufen. 🏃‍♀️🥾

Und zwar jetzt.

Nicht irgendwann.

Jetzt.

Also gut.

🚤 Mit der RubberYolo an Land

Ich schraube den eMotor an die RubberYolo, werfe meinen Rucksack über und dann geht es los.

Wir fahren zu dem stillgelegten Steg der Weißen Flotte.

Dort machen wir fest.

Am Steg steht zwar ziemlich eindeutig:

Anlegen verboten.

Nun ja.

Wir legen trotzdem kurz an. 😄



Der Grund für das Schild wird allerdings schnell klar.

Der Steg ist wirklich in keinem guten Zustand.

Teilweise fehlen Bodenbretter.

Andere sind eingebrochen.

Man sollte genau hinschauen, wohin man tritt.

Also hangeln wir uns vorsichtig am Geländer entlang bis zum Ausgang.

Geschafft.

Jetzt kann die Wanderung beginnen.

🌲 Richtung Plau – aber nicht bis Plau

Unser Ziel ist heute nicht direkt Plau am See.

Wir laufen einfach in diese Richtung.

Der schöne Uferweg führt uns durch Wald und immer wieder dicht am Plauer See entlang.




Das Wetter soll bis ungefähr 17:00 Uhr halten.

Danach ist Gewitter angekündigt. ⛈️

Also haben wir genug Zeit.

Wir laufen bis zur Dresenower Mühle.

Heute allerdings nicht nur brav den Hauptweg entlang.

Wir laufen kreuz und quer durch den Wald.

Einfach schauen, wohin uns die Wege führen.

Und dabei entdecken wir etwas, das uns kurz stehen bleiben lässt.

🚽 Hightech im Wald



Ein Bio-Dixi-Klo. 😂

Na bitte.

Auch mitten im Wald hält der Fortschritt Einzug.

Kurz begutachtet.

Foto im Kopf gespeichert.

Und weiter.

🌊 BEECH Resort Plauer See

An der Dresenower Mühle biegen wir rechts ab und laufen weiter zum BEECH Resort Plauer See.

Das ist eine richtig gepflegte Hotelanlage.

Hafen.

Strand.

Beach Bar.

Hotel.

Alles sehr ordentlich und schön angelegt.








Wir laufen hinunter bis zum Hafen und setzen uns anschließend auf die Hotelterrasse.

Jetzt haben wir uns etwas verdient.

Ein alkoholfreies Erdinger. 🍺


Und dazu dieser Blick.

Direkt über den Plauer See.

Herrlich.

Man könnte hier durchaus länger sitzen bleiben.

⚓ Schon mal den Hafen auskundschaften

Auf dem Rückweg gehen wir noch kurz zur Rezeption.

Denn eine Frage interessiert uns:

Können wir hier mit der YOLO anlegen, wenn wir irgendwann einmal nur zum Essen kommen wollen?

Die Antwort:

Ja.

Wir bekommen freundlich Informationen über Liegegebühren, Strom und Wasser.

Und wenn wir vorher anrufen, hilft der Hafenmeister sogar beim Anlegen.

Gut zu wissen.

So etwas wird im Kopf abgespeichert.

Man weiß schließlich nie, wann man noch einmal mit Hunger über den Plauer See fährt. 😄

🚤 Zurück zur YOLO






Dann geht es denselben Weg zurück.

Am alten Steg angekommen, heißt es wieder:

Vorsichtig.

Wir tasten uns langsam über die beschädigten Bretter zurück zur RubberYolo.

Rein ins Boot.

Ablegen.

Und nichts wie zurück zur 👉 YOLO.

Jetzt gibt es erst einmal das Beste nach so einer Wanderung:

Schwimmen. 🏊

Eine Runde durchs Wasser.

Danach:

Mittagspause.

Herrlich.

📱 Post aus einer anderen Zeit

Am Nachmittag kommt plötzlich eine WhatsApp.

Von Verwandten, von denen wir seit ungefähr zwanzig Jahren nichts mehr gehört haben.

Okay.

Ich schicke ein paar aktuelle Bilder.

Und kurz darauf kommt eine weitere Nachricht.

Sinngemäß:

Man hätte von mir mehr erwartet. Ich hätte ja wenigstens fragen können, wie es ihnen geht.

Ich lese das und denke:

Erwartungen?

Welche Erwartungen?

Wir haben an diese Menschen keine Erwartungen.

Und wir möchten ehrlich gesagt auch nicht, dass sie welche an uns haben.

Wenn man zwanzig Jahre praktisch keinen Kontakt hat, kann man nicht plötzlich anfangen, Erwartungen gegeneinander aufzubauen.

Das funktioniert für uns nicht.

Mein Vater hatte für solche Familiengeschichten übrigens einen ziemlich drastischen Spruch:

„lieber die Ratten im Wohnzimmer als Verwandte im Keller.“

Nicht besonders diplomatisch.

Aber manchmal fällt einem so ein Satz eben wieder ein. 😄

⛈️ Das Gewitter hält sich an die Uhrzeit

Für 17:00 Uhr war Gewitter angekündigt.

Und tatsächlich:

Pünktlich um 17:00 Uhr geht es los.

Dunkle Wolken.

Wind.

Regen.

Ein bisschen Donner. ⛈️

Aber es wird längst nicht so heftig, wie es zunächst aussieht.

Und kurz danach beruhigt sich alles wieder.

Dann zeigt sich der Plauer See noch einmal von seiner schönsten Seite.

Die Wolken ziehen auseinander.

Die Sonne sinkt.



Und der Abend bekommt dieses warme Licht, das wir hier so lieben. 🌅

🍄 Steinpilzrisotto und Lammlachs

Jetzt bin ich dran mit Kochen.

Es gibt:

Steinpilzrisotto mit einem schönen Stück Bio-Lammlachs. 🍄🥩

Das Risotto schön cremig.

Der Lammlachs auf den Punkt.



Und dazu dieser Blick über den Plauer See.

Ganz ehrlich:

Mehr braucht es nicht.

Keine große Stadt.

Kein Restaurant.

Keine Termine.

Und heute auch:

keine Erwartungen von irgendwelchen Verwandten. 😄

Nur Birgit.

Die 👉 YOLO.

Unsere Bucht.

Der Plauer See.

Und ein gutes Essen.

Genau so darf ein Tag enden.

Ausblick

Was morgen passiert?

Noch offen.

Vielleicht wieder laufen.

Vielleicht schwimmen.

Vielleicht einfach nur die Bucht genießen.

Wir sind wieder in unserem Rhythmus angekommen.

Und der gefällt uns ziemlich gut.

Poetische Fußnote

Durch Wald und Wege, am See entlang,
ein kühles Erdinger nach langem Gang. 🍺
Gewitter zieht weiter, das Risotto steht bereit,
und Erwartungen lassen wir draußen – weit, weit. 😄
👉 YOLO – am schönsten lebt es sich manchmal einfach ohne Erwartungen. 😎⚓

😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.*


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓


👉 YOLO – unsere Homepage
👉 Unsere Filme
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👉 YOLO Co. Captain

* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.

you only live once

Kommentare

  1. Moin Ihr Lieben, zum Thema Verwandtschaft gibt es an Bord der Silencio ein Schild: "Friends Welcome *** Relatives By Appointment".
    Tolle Wanderung habt Ihr gemacht und eine wunderschöne NachGewitterAbendstimmung eingefangen. Nach dem Termindruck der letzten Tage hat uns jetzt der Chillmodus eingeholt. Wir bleiben in Burgwall und gehen heute mal wieder richtig laufen. Liebe Grüße und bis die Tage von der Silencio

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