Tag 133 auf der 👉 YOLO – Drei Schleusen, Plate um 13:30 und endlich Schwerin


Tag 133 auf der 👉 YOLO – Drei Schleusen, Plate um 13:30 und endlich Schwerin

Heute ist einer dieser Fahrtage, bei denen schon am Morgen klar ist: Der Zeitplan muss passen. Drei Schleusen, die Hubbrücke Plate mit ihrem festen Öffnungsslot – und dahinter wartet endlich der Schweriner See. 🛥️🌉

Am Ende liegen 1.070 Kilometer hinter uns, Schwerin vor dem Heck und wir mitten in einer Stadt, auf die wir uns schon lange gefreut haben. Aber vorher gibt es noch einen Hahn als Hafenwecker, einen Bayern mit großer Fahne und eine rote Tonne, die plötzlich sehr wichtig wird. 😄

⚓ Key Facts

Tag 133: Neustadt-Glewe – Schwerin
Tage: 133 / 180
Törn bisher: 67 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 1.070 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 150 Std. 29 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 40 ⚓
Brücken gesamt: 7 🌉
Hafentage bisher: 46 🏡⚓ (34,6 % der Reisetage)
Tagesstrecke: 37 km 🌊
Schleusen heute: 3 ⚓
Besonderheiten: erster Schleusengang in Neustadt-Glewe ⚓, Lewitzschleuse, Elde-Dreieck und Abzweig in den Störkanal 🧭, Hubbrücke Plate exakt zur 13:30-Uhr-Öffnung erreicht 🌉, Fahrt auf den Schweriner See, kleine Fahrwasserkunde mit bayerischer Beteiligung 😄, Ankunft beim Schweriner Segler-Verein 1894 e. V., erster Stadtbummel durch Schwerin 🏰 und Käsevorrat für zwei Tage 🧀.

6:30 Uhr.

Heute klingelt kein Wecker.

Den brauchen wir hier im Hafen von Neustadt-Glewe auch gar nicht.

Der Hafen hat seinen eigenen. 🐓

Auf dem Nachbargrundstück wohnt nämlich ein Hahn.

Und der beginnt seine Schicht ungefähr um 4:00 Uhr morgens.

Damit er nicht alleine arbeiten muss, bekommt er Unterstützung von den schwimmenden Blechkörpern der Stege.

Die beulen sich durch die Bewegung des Wassers immer wieder ein und aus.

Und das klingt ungefähr wie:

GONG.

Pause.

GONG. 😂

Hahn und Hafengong.

Eine ziemlich zuverlässige Kombination.

Trotzdem bleiben wir bis 6:30 Uhr liegen.

Dann raus aus der Koje.

Kaffee kochen. ☕

Eine schnelle Wäsche und fertig machen.

Heute wollen wir nämlich unbedingt den ersten Schleusengang in Neustadt-Glewe erwischen.

⚓ Die WiBo schläft noch


Als wir ablegen, ist es am Nachbarsteg noch ruhig.

Die WiBo-Crew schläft offenbar noch.

Wir schleichen uns also aus dem Hafen.

Vor der Schleuse legen wir kurz an.

Und tatsächlich:

Punkt 8:00 Uhr wird unsere Schleusung angenommen.

Perfekt.

Tor auf.

Rein.

Leinen fest.

Und aufwerts.

🧭 Drei Schleusen und ein Termin mit Plate


Als Nächstes kommt die Lewitzschleuse.

Auch die liegt bald hinter uns.

Dann erreichen wir das Elde-Dreieck.

Jetzt wird es spannend.

Wir verlassen die Elde und biegen in den Störkanal ab.

Ab hier zeigt der Bug endgültig Richtung Schwerin. 🏰

Vor uns liegt noch die Schleuse Banzkow.

Aber der eigentliche Knackpunkt des Tages ist weiterhin die Hubbrücke Plate.

Unser Termin:

13:30 Uhr. 🌉

Verpassen wir den, dürfen wir bis 16:30 Uhr warten.

Darauf haben wir wenig Lust.

Also behalten wir Zeit und Strecke genau im Auge.

Hier gilt eine Geschwindigkeit von 6 km/h.

Gemütliches Kanalfahren also.

Und irgendwann taucht hinter uns ein großes Schiff auf.

Mit einer noch größeren Bayern-Fahne. 😄

Es holt uns ein.

Überholen kann es hier allerdings nicht.

Macht auch überhaupt keinen Sinn.

Denn vor Plate warten am Ende sowieso alle auf dieselbe Brücke.

Also fahren wir weiter.

⏱️ 13:00 Uhr – besser geht’s nicht

Dann kommt Plate in Sicht.

Ich schaue auf die Uhr.

13:00 Uhr.

Eine halbe Stunde vor unserem Slot.

Das nenne ich mal Zeitplanung. 😎



Wir warten.

Und pünktlich um 13:30 Uhr öffnet sich die Hubbrücke.

Durchfahrt frei.

Jetzt liegt nur noch ein kleines Stück Störkanal vor uns.

Dann verändert sich plötzlich alles.



Der Kanal öffnet sich.

Das Wasser wird breit.

Der Horizont größer.

Und wir fahren hinaus auf den Schweriner See – den drittgrößten See Deutschlands. 🌊

Endlich.


🚩 Der Bayer, die rote Tonne und der Tiefenmesser

Unser Kurs ist längst abgesetzt.

Ziel:

Schweriner Segler-Verein 1894 e. V.

Der Autopilot übernimmt.

Hinter uns kommt allerdings wieder unser großes Nachbarschiff mit der Bayern-Fahne.

Jetzt kann es endlich zeigen, was es kann.

Gas rein.

Eine ordentliche Welle schiebt es vor sich her und es setzt an, uns an Backbord zu überholen.

Unser Autopilot hält währenddessen sauber auf die rote Fahrwassertonne zu.

Für die Kenner:

Wir fahren zu Berg. 😉

Der Bayer nimmt es etwas großzügiger.

Er lässt die rote Tonne an seiner Steuerbordseite liegen.

Damit befindet er sich plötzlich außerhalb des Fahrwassers.

Ich schaue hinüber und denke noch:

Das könnte eng werden.

Und genau in diesem Moment kommt Bewegung ins Spiel.

Ruder hart herum.

Der große Kahn zieht plötzlich vor unserem Bug zurück ins Fahrwasser.

Da dürfte der Tiefenmesser wohl eine etwas nachdrücklichere Meinung zur Kurswahl gehabt haben. 😄

Tja.

Ein Blick auf die Karte hätte geholfen.

Aber vorausschauen ist für Bayern vielleicht auch schwieriger.

Da steht schließlich meistens irgendwo ein Berg im Weg. 😂

Wir bleiben jedenfalls entspannt auf unserem Kurs.

⚓ Wer zuerst den Hafen findet …


In der Schleuse hatten uns die Bayern erzählt, dass sie ebenfalls in den Seglerhafen wollen.

Jetzt fahren sie allerdings erst einmal ziemlich orientierungslos die verschiedenen Häfen ab.

Wir nicht.

Unser Kurs steht.

Der Co. Captain weiß Bescheid.

Der Plotter weiß Bescheid.

Und die 👉 YOLO fährt einfach hin.

Nun ja – wir sind vor ihnen da. 😄

Im Hafen bekommen wir unsere Box.



Und dann dieser Blick:

Direkt übers Heck auf den Schweriner See. ❤️⚓

Das kann man aushalten.

🏰 Schwerin – endlich da

Lange bleiben wir allerdings nicht an Bord.

Wir wollen in die Stadt.

Also Schuhe an und los.






Unser Weg führt vorbei am Schweriner Schloss.

Und spätestens jetzt wissen wir:

Das war die richtige Entscheidung, hierherzufahren.

Was für ein Anblick. 🏰

Weiter geht es in die Altstadt.





Schwerin ist einfach eine wunderschöne Stadt.





Alte Häuser.

Wasser.

Schloss.

Straßen und Plätze, bei denen man ständig irgendwo stehen bleibt und schaut.

Und nebenbei ist Schwerin auch noch Deutschlands kleinste Landeshauptstadt nach Einwohnerzahl.

Klein genug, um vieles zu Fuß zu entdecken.

Groß genug, um mehrere Tage zu bleiben.

🧀 Edith hatte recht

Dann entdecken wir etwas, das uns irgendwie bekannt vorkommt.



Ediths Käseladen-Empfehlung. 🧀

Na bitte.

Wenn die 👉 SILENCIO schon kulinarische Wegmarken setzt, laufen wir natürlich nicht einfach daran vorbei. 😄

Also rein.

Wir decken uns erst einmal mit Käse für die nächsten zwei Tage ein.

Vorsorge ist schließlich wichtig.

Danach gehen wir noch gut essen und schlendern anschließend langsam wieder Richtung Hafen.

Am Schloss müssen wir allerdings noch einmal stehen bleiben.



Die tief stehende Abendsonne taucht die Fassade in ein wunderschönes goldenes Licht. 🌅🏰

Also:

Handy raus.

Foto machen.

Diesen Moment nehmen wir mit.

🎶 Fast noch ein abendlicher Landgang

Zurück auf der 👉 YOLO könnte der Tag eigentlich ganz ruhig enden.

Eigentlich.

Neben uns liegt die große PureVida von Yachtcharter Schulz.

Dort läuft allerdings noch ein bisschen Party. 🎶

Nicht gerade flüsterleise.

Ich beobachte das eine Weile.

Und innerlich wird der Weg zum Nachbarboot schon kürzer. 😄

Aber gegen 22:00 Uhr wird es tatsächlich ruhiger.

Glück gehabt. 😂

Ich war gedanklich schon fast unterwegs.



Dann kehrt auch im Hafen langsam Ruhe ein.

Hinter uns liegt ein langer Fahrtag.

Drei Schleusen.

Eine ziemlich wichtige Hubbrücke.

37 neue Kilometer.

Und endlich:

Schwerin. ❤️

👉 YOLO-Style eben.

Ausblick

Morgen wird erst einmal nicht gefahren.

Birgit hat ihren Kosmetiktermin.

Danach wollen wir Schwerin weiter erkunden. 🏰🥾

Schloss.

Altstadt.

Vielleicht noch ein paar der vielen Ecken am Wasser.

Wir haben Zeit.

Und genau deshalb werden wir uns diese Stadt ganz in Ruhe anschauen.

Poetische Fußnote

Der Hahn begann schon früh sein Lied,
Plate öffnet pünktlich – Schwerin in Sicht. 🌉
Der Bayer suchte noch sein Fahrwasser fein,
wir fanden schon den Hafen am Schweriner See allein. 😄
👉 YOLO – manchmal führt gutes Vorausgucken eben doch ans Ziel. 😎⚓

😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.*


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓

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* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.

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