Tag 127 auf der 👉 YOLO – Fachwerk, Postamt und neue Freunde in Parchim

 

Tag 127 auf der 👉 YOLO – Fachwerk, Postamt und neue Freunde in Parchim

Der Tag beginnt heute nicht mit Kaffee, sondern mit Dieselduft. Ein großes Schiff rangiert frühmorgens vor unserer Nase und verteilt seine Abgase großzügig über das Mühlenfließ. Danach wird es zum Glück deutlich angenehmer: Wir verlegen die 👉 YOLO, entdecken Parchim und verbringen einen richtig schönen Abend mit neuen Bekanntschaften.

Manchmal braucht ein Ort eben ein bisschen Zeit – und plötzlich gefällt er einem immer besser.

⚓ Key Facts

Tag 127: Hafentag in Parchim
Tage: 127 / 180
Törn bisher: 65 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 1.006 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 140 Std. 07 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 34 ⚓
Brücken gesamt: 6 🌉
Hafentage bisher: 40 🏡⚓ (31,5 % der Reisetage)
Besonderheiten: die 1.000-Kilometer-Marke geknackt 🎉, YOLO im Hafen verlegt ⚓, langes Stromkabel im Einsatz 🔌, Stadtbummel durch Parchim 🏘️, Fachwerk entdeckt, Altes Postamt gleich zweimal besucht 🍷🍽️, Wiedersehen mit Sabine und Winfried aus Düsseldorf 🤝, spontaner Weinabend an Bord 🍷 und kräftiger Regen zum Tagesabschluss 🌧️.

Der Tag beginnt heute etwas anders als gewohnt.

Nicht Vogelgezwitscher.

Nicht Kaffeeduft.

Sondern:

Motor an – und ordentlich Dieselgestank dazu. 🤢

Ein großes Schiff legt früh ab und rangiert erst einmal ausgiebig in der Hafeneinfahrt herum.

Die Abgase wabern schön übers Wasser und direkt zu uns herüber.

Herrlich.

So einen möchte man während der Fahrt wirklich nicht ständig vor der Nase haben. 😄

Irgendwann zieht die Duftwolke endlich weiter.

Jetzt kann der Tag richtig anfangen.

Kaffee. ☕

Ich schreibe den Blog und beobachte dabei das Treiben im Hafen.

Boote legen ab, Plätze werden frei und langsam kommt Bewegung in die Sache.

Wir wollen die Gelegenheit nutzen und die 👉 YOLO etwas weiter nach vorne verlegen.

Nach einiger Zeit passt es.

Leinen los.

Ein paar Meter fahren.

Wieder festmachen.


Umzug beendet. ⚓

Die Stromsäule steht jetzt zwar deutlich näher, aber unser Standardkabel ist trotzdem noch zu kurz.

Noch näher an die Säule wollen wir allerdings nicht. Denn die steht direkt unter einem Baum. 🌳

Und was von dort alles auf die 👉 YOLO herunterkommen kann, wissen wir schließlich.

Vögel. Laub. Staub. Äste.

Und wahrscheinlich genau das, was man frisch vom Boot geputzt hat. 😂

Also hole ich einfach unser langes Stromkabel raus. 🔌

Was Strom anbelangt, sind wir auf der 👉 YOLO schließlich für fast alle Lebenslagen gerüstet.

Kabel haben wir genug und Adapter in alle möglichen Richtungen sowieso. 😄

Einstecken, Landstrom da – Problem erledigt.

Man muss ja nicht unter einem Baum liegen, nur weil das Kabel sonst einen Meter zu kurz ist. 😎

🏘️ Parchim – Fachwerk muss man suchen

Danach machen wir uns fertig für die Stadt.










Parchim hat rund 18.000 Einwohner und wir sind gespannt, was uns erwartet.

Die vielen Fachwerkhäuser, von denen wir gehört haben, springen einem allerdings nicht sofort ins Auge.

Man muss sie tatsächlich ein bisschen suchen.

Sie stehen ziemlich verteilt.

Dann taucht plötzlich eine ganze Häuserreihe mit mehreren Fachwerkhäusern nebeneinander auf.











Dazwischen stehen neuere oder modern renovierte Gebäude.

Wir vermuten, dass ein Teil des alten Bestandes irgendwann einfach nicht mehr erhaltenswert oder wirtschaftlich zu renovieren war.

Aber die alten Häuser, die geblieben sind, sind teilweise wunderschön hergerichtet. 🏘️❤️


Großes Shopping ist in Parchim eher nicht angesagt.

Aber alles, was man braucht, ist vorhanden.






🍷 Pause im Alten Postamt

Gegen Mittag landen wir im Hof des Alten Postamts.

Heute befindet sich dort ein Restaurant mit Hotel.

Der Betreiber begrüßt uns ausgesprochen herzlich und wir suchen uns draußen einen schönen Platz.

Ein Wasser.

Und dazu ein Wein. 🍷

Man muss beim Stadtbummel schließlich auf seinen Flüssigkeitshaushalt achten. 😄

Wir sitzen eine Weile dort und genießen die Atmosphäre.

Dann geht es langsam zurück Richtung Hafen.

Unterwegs noch kurz beim Netto rein.

Ein paar Sachen mitnehmen.

Dann zurück zur 👉 YOLO.

⚓ Bekannte Gesichter laufen ein

Am Nachmittag füllt sich das Mühlenfließ wieder.

Boote kommen herein und die freien Plätze verschwinden langsam.

Und dann sehen wir sie:

Unsere Düsseldorfer von gestern.

Ich helfe beim Anlegen und gebe anschließend gleich die kleine Parchim-Einweisung.

Wechselautomat. Strom. Wasser. Abwasser. Sanitäranlagen.

Und ganz wichtig:

Die Hafenmeisterin kommt erst gegen 20:00 Uhr. 😄

Damit sind Sabine und Winfried erst einmal versorgt.

🍽️ Die Post gewinnt

Am Abend stellt sich für Birgit und mich die entscheidende Frage:

Kochen wir selbst – oder gehen wir essen?

Wir überlegen ungefähr so lange, wie man für eine wirklich schwierige Entscheidung eben braucht.

Dann steht fest:

Die Post gewinnt. 😄

Also wieder rein in die Stadt.








Im Alten Postamt bekommen wir einen schönen Tisch und werden erneut ausgesprochen freundlich bedient.

Das Essen schmeckt und wir genießen den Abend. 🍽️

Danach schlendern Birgit und ich Hand in Hand zurück zum Hafen. ❤️

Genau diese kleinen Wege gehören inzwischen genauso zu unserer Reise wie Schleusen, Seen und Kilometer.

🍷 „Kommt doch noch auf ein Glas Wein rüber“

Zurück am Hafen sprechen wir noch kurz mit unseren neuen Nachbarn.

Aus „kurz sprechen“ wird allerdings nicht viel.

Sabine und Winfried laden uns spontan auf ihr Boot zu einem Glas Wein ein. 🍷

Na gut. Überredet. 😄

Die beiden sind von Düsseldorf bis hierher gefahren und zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs.

Und sie sind ziemlich überrascht, wie groß dieses ganze Wassersportrevier eigentlich ist.

Das können wir gut verstehen.

Man sieht eine Karte. Man kennt vielleicht Müritz und Schweriner See.

Aber erst wenn man selbst hier mit dem Boot unterwegs ist, begreift man, wie riesig und abwechslungsreich dieses Revier tatsächlich ist.

Wir sprechen über dies und das. Boote. Reisen. Wasserstraßen. Menschen unterwegs.

Solche Abende entstehen einfach.

Man kann sie nicht planen.

Und vielleicht sind sie gerade deshalb so schön.

Gegen 22:00 Uhr verabschieden wir uns und gehen zurück auf die 👉 YOLO.

Inzwischen hat es angefangen, kräftig zu regnen. 🌧️

Also rein ins Boot.

Ein schöner Hafentag geht zu Ende.

👉 YOLO-Style eben.


Ausblick

Morgen wollen wir uns bewegen. 🥾

Ganz in der Nähe liegt der Wockersee.

Unser Plan ist, einmal um den See zu laufen und dabei noch ein bisschen mehr von Parchim und seiner Umgebung kennenzulernen.

Ob das Wetter mitspielt?

Mal sehen.

Bei uns entscheidet sich das inzwischen sowieso meistens erst nach dem ersten Kaffee. ☕😄


Poetische Fußnote

Der Morgen stank, der Abend roch nach Wein,
so unterschiedlich kann ein Hafentag sein. 🍷
Fachwerk, Freunde, Regen dazu,
im Mühlenfließ kommt langsam Ruh.
👉 YOLO – oft sind es die Begegnungen, die von einer Reise bleiben. 😎⚓

😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.*


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓


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* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.

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Kommentare

  1. Hallo Ihr Lieben, die Suche nach den Fachwerkhäusern hat sich doch gelohnt. Sehr schön! Weiter schöne Tage auf der Elde! LG Christian

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