Tag 126 auf der 👉 YOLO – Proviant, Schleusen und Regenanleger in Parchim
Tag 126 auf der 👉 YOLO – Proviant, Schleusen und Regenanleger in Parchim
Ein Einkauf mit beinahe OP-tauglichem Einkaufswagen, ein kompletter Proviant-Umschlag auf der 👉 YOLO und anschließend weiter auf der Elde Richtung Schwerin.
Dazwischen eine Schleuse mit ordentlich Hub, viel Grün am Ufer, die Frage nach den Pilzen – und natürlich beginnt es genau dann zu regnen, als wir in Parchim anlegen wollen. Wie sollte es auch anders sein. 😄🌧️
⚓ Key Facts
⚓ Tag 126: Lübz – Parchim
⚓ Tage: 126 / 180
⚓ Törn bisher: 65 Ziele 🛥️
⚓ Kilometer gesamt: 1.006 km 🌊
⚓ Fahrzeit gesamt: 140 Std. 7 Min. ⏱️
⚓ Schleusen gesamt: 34 ⚓
⚓ Brücken gesamt: 6 🌉
⚓ Hafentage bisher: 39 🏡⚓ (31,0 % der Reisetage)
⚓ Besonderheiten: Großeinkauf in Lübz 🛒, Proviant komplett neu sortiert, Schleuse Neuburg ⚓, Fahrt auf der Elde Richtung Parchim 🌿, später Anleger im Mühlenfließ, nette Hilfe einer anderen Bootscrew 🤝 und Regen natürlich genau beim Anlegen 🌧️.
7:00 Uhr.
Wie immer raus aus der Koje.
Der heutige Tag soll wettertechnisch ein bisschen von allem bieten.
Mal schön.
Mal grau.
Mal Regen.
Also ganz normales norddeutsches Überraschungsprogramm. 😄
Erst einmal gibt es Kaffee ☕ und ich schreibe den gestrigen Blog.
Währenddessen laufen bei Birgit die Urlaubsmeldungen samt Fotos vom Rest unserer Familie ein.
Die einen sind auf Sylt, die anderen auf Safari in Afrika. 🏖️🦒
Da kommen inzwischen Meldungen rein, die sind fast besser als die von der Bildzeitung.
Nur wahrscheinlich wesentlich glaubwürdiger. 😂
🛒 Operation Proviant
Nach dem Kaffee nimmt Birgit unsere Vorräte unter die Lupe.
Sie sitzt vor dem Kühlschrank, sortiert, kontrolliert und trägt alles, was fehlt, in die Bring-App auf dem iPhone ein.
So entsteht unser elektronischer Einkaufszettel.
Dann geht es los.
Durch ein kleines Tor verlassen wir den Hafen und laufen zunächst zur Schleuse Lübz.
Über die Schleusenbrücke geht es weiter Richtung Stadtausgang und schließlich zum Lidl.
Dort haben wir inzwischen eine ziemlich ausgeklügelte Einkaufsstrategie:
Wir nehmen bewusst nur einen kleinen Einkaufswagen.
Denn wenn der voll ist, bekommen wir seinen Inhalt gerade noch so in unsere Rucksäcke und Taschen.
Und – noch wichtiger – anschließend auch irgendwie zurück zur 👉 YOLO. 😄
Bevor allerdings auch nur eine Tomate in den Wagen darf, kommt mein Spezialprogramm.
Desinfektionstücher raus. 🧽
Griff.
Seiten.
Alles einmal ordentlich sauber.
Danach kannst du das Ding bedenkenlos mit in den OP nehmen. 😂
Jetzt darf eingekauft werden.
Obst und Gemüse 🍎🥒, Quark, Joghurt und Käse wandern in den Wagen.
Dann sehe ich:
Kaffee im Angebot. ☕
Fünf Pakete.
Rein damit.
Man muss schließlich Prioritäten setzen.
Zwischendurch gehe ich noch schnell durch die Blutwerkzeug-Abteilung.
Inspektion.
Nichts dabei, was ich nicht sowieso schon hätte oder nicht brauche.
Sehr gut.
Geld gespart. 😄
Dann Kasse.
Bezahlen.
Und jetzt kommt der eigentlich wichtige Teil:
lagerortoptimiertes Packen für die YOLO.
Die schweren Sachen dahin, wo sie sich gut tragen lassen.
Empfindliches nach oben.
Alles verteilt auf Rucksäcke und Taschen.
Dann beginnt der Rücktransport.
🥬 Vom Lidl direkt ins YOLO-Lagersystem
Zurück an Bord wird nicht einfach alles irgendwo in einen Schrank gestopft.
Das Gemüse kommt in der Achterkabine in unsere Netze an der Stange.
Vorher wird ausgepackt, mit dem Tersano besprüht und gereinigt.
Alles, was gekühlt werden muss, wandert nach unten in die Kühlung.
Danach wird der Rest auf die Schränke verteilt.
Der komplette Verpackungsmüll wird zusammengepackt und gleich entsorgt.
Jetzt ist wieder ordentlich Proviant an Bord. 👍
Und jetzt?
Frühstück.
Gemütlich.
Als wir auf die Uhr schauen, ist es bereits 11:00 Uhr.
So schnell kann ein Vormittag verschwinden.
⚓ Leinen los Richtung Parchim
Heute wollen wir schließlich noch weiter nach Parchim.
Vor dem Ablegen bunkern wir noch Wasser. 💧
Dabei kommen wir mit unseren Bootsnachbarn ins Gespräch.
Sie kommen aus Düsseldorf und sind tatsächlich schon ungefähr genauso lange unterwegs wie wir.
Da gäbe es natürlich einiges zu erzählen.
Aber heute drängt ein bisschen die Zeit.
Also verabreden wir uns kurzerhand:
Fortsetzung des Gesprächs in Parchim.
Sie wollen morgen ebenfalls dort ankommen.
Dann heißt es:
Leinen los. 🛥️
Wir verlassen Lübz und fahren Richtung Schleuse Neuburg.
Die hat mit rund vier Metern Hub schon wieder eine ordentliche Höhe. ⚓
Danach geht es weiter die Elde hinunter.
🌿 Grün, Wald und die ewige Pilzfrage
Links und rechts tauchen immer wieder kleine Wasserwanderrastplätze auf.
Für unsere 👉 YOLO allerdings meist eine Nummer zu klein.
Die Ufer sind dicht bewaldet. 🌳
Birgit schaut immer wieder hinüber.
Und natürlich dauert es nicht lange, bis die entscheidende Frage fällt:
„Ob da wohl Pilze stehen?“ 🍄
Wahrscheinlich.
Aber heute fahren wir vorbei.
Die Landschaft hat bei diesem wechselhaften Wetter nicht ganz den Charme, den sie bei Sonnenschein sicherlich entwickeln kann.
Trotzdem hat die Strecke etwas.
Die Ufer sind vielfach mit Steinen befestigt und das Revier bekommt dadurch immer wieder einen deutlichen Kanalcharakter.
Ganz anders als die großen Seen der vergangenen Wochen.
Aber genau deshalb sind wir schließlich hier.
Wir wollen die verschiedenen Gesichter dieser Wasserstraße kennenlernen.
🌧️ Parchim – und natürlich regnet es beim Anlegen
Gegen 17:00 Uhr erreichen wir Parchim.
Im Mühlenfließ wird längsseits angelegt.
Theoretisch jedenfalls.
Praktisch ist erst einmal:
Alles voll.
Wir sind eben spät dran.
Also fahren wir bis zum Ende des Mühlenfließes, drehen die 👉 YOLO und fahren langsam wieder zurück.
Dann hilft uns eine andere Bootscrew.
Ein größeres Boot verlegt sich etwas weiter nach vorne und macht hinter sich Platz für uns. 🤝⚓
Perfekt.
Wir gehen in die Lücke.
Und genau jetzt passiert natürlich das, was bei uns offenbar irgendwo im Bordhandbuch vorgeschrieben ist:
Es beginnt zu regnen. 🌧️😂
Warum sollte man schließlich bei trockenem Wetter anlegen?
Das wäre viel zu einfach.
Also Leinen raus.
Festmachen.
Regen abbekommen.
Fertig.
Willkommen in Parchim.
Die Hafenmeisterin kommt gegen 20:00 Uhr vorbei und kassiert 2 Euro pro laufendem Meter.
Wasser und Strom kosten extra.
Dafür gibt es hier einen Wechselautomaten, der aus Münzen die passenden Marken für die Strom- und Wassersäulen macht.
Praktisch gelöst.
Dann wird es langsam ruhig im Mühlenfließ.
Hinter uns liegt wieder ein ganz anderer Reisetag.
Einkaufen, schleppen, verstauen, Schleuse, Elde, Wald, Regen und am Ende ein Liegeplatz mitten in Parchim.
👉 YOLO-Style eben.
Ausblick
Morgen bleiben wir erst einmal hier.
Parchim soll sehenswert sein. 🏘️
Also werden wir uns die Stadt in Ruhe anschauen.
Unsere Düsseldorfer Nachbarn wollen ebenfalls nachkommen – vielleicht können wir dann unser heute begonnenes Gespräch fortsetzen.
Und danach?
Weiter Richtung Schwerin.
Aber ohne Hektik.
Mal sehen, was Parchim morgen für uns bereithält.
Poetische Fußnote
Der Einkaufswagen war fast OP-rein,
fünf Pakete Kaffee mussten sein. ☕
Vier Meter Schleuse, Regen am Steg,
doch Schwerin liegt weiter auf unserem Weg.
👉 YOLO – und morgen schauen wir erstmal, was Parchim kann. 😎⚓
😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.*
Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!
Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓
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* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.
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