Tag 104 auf der YOLO – Regen, Push-Nachrichten und ein luxuriöser Logenplatz

 

⚓ Tag 104 auf der YOLO – Regen, Push-Nachrichten und ein luxuriöser Logenplatz

Die Nacht war ruhig.

Als ich aufstand, war es an Bord allerdings recht kühl.

Also zuerst die Heizung an und danach Kaffee gekocht. Schließlich soll es gemütlich warm sein, wenn Birgit nach oben kommt. ☕🔥

Key Facts

Tag 104: Müritzarm Sietow – Ankertag
Tage: 104 / 180
Törn bisher: 55 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 781 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 109 Std. 22 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 29 ⚓
Brücken gesamt: 2 🌉
Hafentage bisher: 29 🏡⚓ (27,9 % der Reisetage)
Besonderheiten: Push-Nachrichten für ELWIS-Meldungen umgesetzt 📲, Geschwindigkeitsanzeige mit GPS-Uferabstand erweitert 📍, Dauerregen 🌧️ und spektakuläres Wolkenspiel über dem Müritzarm.



Drei Tage für ein „Pling“

Seit drei langen Tagen beschäftigt mich ein Problem in meiner YOLO Co. Captain App.

Es ging um die Push-Funktion.

Die Idee klingt zunächst einfach:

Liegt eine neue ELWIS-Meldung in meinem eingestellten Gebiet und zugleich in unserer Fahrtrichtung, soll die App sie automatisch auf das Handy schicken. 📲

In der Theorie ein kleines „Pling“.

In der Praxis drei volle Tage Arbeit, viele Fehlversuche und vermutlich einige neue graue Haare.

Aber jetzt funktioniert es.

Geht eine passende Meldung ein, wird sie von der App erkannt, nach Gebiet und Fahrtrichtung gefiltert und anschließend auf das Handy gepusht.

Darauf bin ich schon ein bisschen stolz.

Andere freuen sich über einen sonnigen Tag.

Ich freue mich heute über eine Nachricht, die genau dann auf dem Bildschirm erscheint, wenn sie soll. 🤓⚓

Wie weit ist das Ufer entfernt?

Danach habe ich mich um die Anzeige der erlaubten Geschwindigkeit gekümmert.

Die App soll nicht einfach nur pauschal eine Zahl anzeigen.

Sie misst deshalb über GPS unseren Standort und berechnet den Abstand zum nächstgelegenen Ufer.

Ist die Seefläche breit genug und befinden wir uns außerhalb des ufernahen Schutzstreifens, kann die entsprechend höhere zulässige Geschwindigkeit angezeigt werden.

Ein Beispiel aus der App:

Höchstgeschwindigkeit gegenüber dem Ufer:
• motorisiertes Sportfahrzeug auf einer mehr als 250 Meter breiten Seefläche
• etwa 292 Meter Abstand zum nächsten Ufer
• außerhalb des 100-Meter-Uferschutzstreifens
• zulässig: bis zu 25 km/h

Dabei gilt natürlich weiterhin:

Örtliche Beschilderung sowie die Pflicht, Sog und Wellenschlag zu vermeiden, haben Vorrang.

Die rechtliche Grundlage findet ihr hier:

👉 § 24.04 Nr. 4 und 5 BinSchStrO – Fahrgeschwindigkeit

📍 👉 Hier klicken – So entscheidet die App über 12 oder 25 km/h

§ 24.04 Nr. 4 BinSchStrO erlaubt auf einem See oder einer seeartigen Erweiterung mit mehr als 250 Metern Gewässerbreite grundsätzlich bis zu 12 km/h gegenüber dem Ufer.

§ 24.04 Nr. 5 BinSchStrO erlaubt einem Sportfahrzeug mit Maschinenantrieb dort bis zu 25 km/h, wenn es sich außerhalb des 100 Meter breiten ufernahen Schutzstreifens befindet.

Die App verbindet dafür den GPS-Standort mit der Entfernung zum nächstgelegenen Ufer und zeigt daraus die passende Geschwindigkeit an.

Wichtig: Die Anzeige ist eine Unterstützung. Beschilderung, örtliche Anordnungen, Verkehrslage, Sog und Wellenschlag bleiben immer maßgeblich.

👆 Zum Schließen oben erneut auf die Überschrift tippen.


Regenkino über der Müritz



Sonst ist heute nicht viel passiert.

Es regnete praktisch den ganzen Tag. 🌧️



Dafür zeigte sich am Himmel ein irres Wolkenspiel.


In diesem Seearm der Müritz haben wir einen wirklich luxuriösen Blick.

Andere bezahlen für eine Loge.

Wir liegen einfach vor Anker, schauen aus dem Fenster und bekommen das komplette Naturprogramm frei Haus geliefert.

Nur die Getränke müssen wir noch selbst holen. 😉

Die Wolken schoben sich in immer neuen Formen über den Himmel.

Mal dunkel und bedrohlich, dann wieder hell und weit.

Ein Tag, an dem man eigentlich gar nicht viel unternehmen muss.

Man muss nur hinausschauen.

Die RubberYolo bleibt heute liegen

Morgen soll das Wetter ein kleines bisschen besser werden.

Vielleicht schaffen wir dann doch noch eine Runde zu Fuß.

Heute mit der RubberYolo überzusetzen, wäre nicht besonders angenehm gewesen.

Der Wind lag bei ungefähr 4 Beaufort.

Da wird aus einer gemütlichen Überfahrt schnell eine kostenlose Dusche mit Gegenwind.

Darauf konnten wir heute gut verzichten.

👉 YOLO-Style eben

Drei Tage programmiert, damit das Handy einmal zur richtigen Zeit „Pling“ macht.

Den Abstand zum Ufer per GPS berechnet, damit die App weiß, wann 12 und wann 25 km/h angezeigt werden dürfen.

Und während draußen der Regen gegen die Scheiben läuft, genießen wir aus der ersten Reihe das Wolkenkino über der Müritz.

Andere nennen so etwas einen Regentag.

Wir nennen es einen produktiven Tag mit Logenblick. 😎⚓


Ausblick

Morgen soll es etwas freundlicher werden.

Vielleicht steigen wir dann in die RubberYolo und setzen für eine Wanderung über.

Oder die App hat bis dahin schon wieder eine neue Idee für mich.

Mal sehen, wer morgen gewinnt: die Wanderschuhe oder das Notebook.

Poetische Fußnote

Der Regen klopft leise, der Bildschirm wird hell,
drei Tage für ein einziges „Pling“ – doch jetzt geht es schnell.
Die App kennt das Ufer, die Richtung, den Lauf,
und draußen führt die Müritz ihr Wolkentheater auf.
Kein großer Törn, doch der Kopf war auf Fahrt –
genau solche Tage sind echte YOLO-Art. ⚓📲

😉 Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.*


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Man lebt nur einmal – 👉 YOLO! 😎⚓


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* Die Idee einer poetischen Fußnote am Ende unserer Tagesberichte wurde durch den Blog der 👉 SILENCIO inspiriert. Dafür sagen wir herzlich Danke.

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